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08.01.2013 12:06 Alter: 5 Jahre
Kategorie: Medien de

Luftwaffe übernimmt MANTIS

Aus: Wehrtechnik 6/2012


Jedem System stehen zwei Sensoren zur Verfügung. Die Bedrohung wird per Radar detektiert und verfolgt. Der Bediener kann das Ziel zusätzlich per Optik sehen und die Freigabe geben. Eigene Luftfahrzeuge im Zielgebiet sind eines der wenigen Situationen, die einen MANTIS-Einsatz ausschließen. (Foto: Wehrtechnik)

Jedem System stehen zwei Sensoren zur Verfügung. Die Bedrohung wird per Radar detektiert und verfolgt. Der Bediener kann das Ziel zusätzlich per Optik sehen und die Freigabe geben. Eigene Luftfahrzeuge im Zielgebiet sind eines der wenigen Situationen, die einen MANTIS-Einsatz ausschließen. (Foto: Wehrtechnik)

Der als Bedien- und Feuerleitzentrale konzipierte geschützte 3-in-1 Container wurde von DREHTAINER entwickelt und gefertigt. (Foto: DREHTAINER; nicht im Artikel erschienen)

Der als Bedien- und Feuerleitzentrale konzipierte geschützte 3-in-1 Container wurde von DREHTAINER entwickelt und gefertigt. (Foto: DREHTAINER; nicht im Artikel erschienen)

Am 26. November hat die Luftwaffe offiziell MANTIS (Modular Automatic and Network capable Targeting and Interception System) übernommen. Dabei handelt es sich um ein rein stationäres System für den Nächstbereichsschutz für Feldlager oder andere Objekte gegen eine von außen einfliegende ballistische (z.B. Mörser, Artilleriegeschosse) Bedrohung. Die Reaktion auf diese unmittelbare Bedrohung muss auf Grund der geringen Vorwarnzeit sehr schnell erfolgen. Daher arbeitet das System vollautomatisch, der Bediener hat per Knopfdruck nur noch über eine Freigabe zu entscheiden.
Ein System besteht aus sechs Geschützen, von denen jeweils zwei gleichzeitig den Feuerkampf auf ein Ziel führen, zwei Sensoren (Radar/optisch) sowie einer Feuerleit- und Bedienzentrale (BFZ). Damit kann ein Raum von 1.000x1.000m geschützt werden. Ziel sind die Zünder der anfliegenden Bedrohungen, zwei können gleichzeitig bekämpft werden. Die Anzahl der Patronen pro Salve können voreingestellt werden, in der Regel sind dies 36 Patronen. Die Airburst/Zerlegemunition wird im Rohr programmiert und bildet einen Nebel aus Fragmenten. Die Kanone hat eine Kadenz von 1.000 Schuss pro Minute. Bedient wird MANTIS im 4-Schicht-Betrieb durch eine Mannschaft von 26 Soldaten. Die Reichweite liegt bei 5 km.
Der Systempreis liegt bei € 138 Mio., hinzu kommen € 48 Mio. für die Entwicklung. Diese Kosten umfassen beide Systeme, sowie den Ausbildungssimulator MANTIS und das Bedienkonsolensystem. Der Auftragnehmer ist Rheinmetall Air Defence, die BFZ wurde als geschützter 3-in-1-Container zusammen durch die DREHTAINER GmbH (Schutz) und Steep GmbH (ehemals SERCO; Elektrik, Ergonomie und Klimatik) entwickelt. Die digitale Unterrichtshilfe (DUH) MANTIS wurde von der benntec Systemtechnik GmbH erstellt. Durch diese DUH können Ausbildungsinhalte auf jedem PC ausgebildet und so auch den Auszubildenden mitgegeben werden. Cassidian sorgte für die FBZ-Anbindung an das HFlaFüSys (Heeresflugabwehr-Aufklärungs- und Gefechtsführungssystem) über LINK 16.
Über eine Beschaffung der ursprünglich geplanten 3. und 4. Systeme wurde noch nicht entschieden. Erst einmal sollen die Anforderungen der NATO zum Thema Missile Defence abgewartete werden, die 2013 kommen sollen, auch die Systemarchitektur Luftabwehr der Luftwaffe - mit einer MEADS-Entscheidung - spielt eine Rolle. Hinzu kommen Haushaltszwänge. Der Stellvertreter des Inspekteurs der Luftwaffe, Generalleutnant Dieter Naskrent sagte: „Mit seinen speziellen Fähigkeiten zur Abwehr ungelenkter Raketen, Artillerie- und Mörsermunition sowie auch unbemannter und bemannter Luftfahrzeuge wird MANTIS die operationellen Fähigkeiten der bodengebundenen Luftverteidigung im Bereich Nah- und Nächstbereichsschutzes wesentlich verstärken. Der Luftwaffe steht jetzt eine Unikatfähigkeit zum Schutz von Kräften und Infrastruktur im Rahmen der Einsätze der Bundeswehr zur Verfügung. Lassen Sie es mich anders ausdrücken: Es gibt viele Möglichkeiten, einen feindlichen Panzer, aber nur einen Weg ein RAM-Geschoss zu zerstören: MANTIS“.
Dieses Alleinstellungsmerkmal unterstreicht das Interesse Österreichs und der Schweiz, außerdem wird zumindest außerhalb der Luftwaffe offen darüber geredet, ob ein MANTIS-Einsatz in der Türkei (komplementär zu PATRIOT) Sinn macht. Auch die USA haben schon Interesse geäußert, sich ein System zum Schutz eines Camps in Südafghanistan auszuleihen. (André Forkert)


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